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1 Februar 2005, Berlin


FEBRUAR

Der Februar galt bei den alten Germanen als mystischer Monat. Er stellte auch dort die kalendarische Twilight Zone zwischen Dunkel und Licht dar - Zeit, die alten Wintergeister zu vertreiben.

Die alemanische Fassnacht, einer der sch?nsten Br?uche unseres Landes, hat dort seinen Ursprung. Die Zeit des Umbruchs ist da, lange noch bevor es die Natur sichtbar werden l?sst. Aber darauf kommt es nicht an, denn unser innerer Kalender sendet die ersten Signale in die Hirnrinde schon jetzt, und man sagt, das im Monat Febraur die m?nnlichen Spermien ihre h?chste Dichte aufweisen - nicht, wie oft kolportiert, im Fr?hling.

Auch hier lehrt uns das Leben, dass zwischen profaner Geilheit und inhaltlicher Verdichtung strengstens zu unterscheiden ist, nicht blo? kalendarisch.
1.2.05 16:03


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1 Februar 2005, Berlin


GEDANKE

Nach der NPD werden sie die Arbeitslosen verbieten. Dann alle, die keine Beamten sind, danach alle Nichtgewerksschaftsmitglieder. Dann alle, die mehr als einmal in der Woche ein Auto benutzen, dann die, die Wei?brot kaufen statt Dinkel. Alle Kinder, die noch zwei Elternteile besitzen, m?ssen sich von einem trennen ("unertr?glicher Egoismus"), alle schwulen Herren bekommen Vorzugsjobs entweder im Au?enministerium (alle jungen Frauen gehen dann automatisch an Herrn Fischer), oder werden Staatsdesigner f?r politisch korrekte Tagesbekleidung (oooohhhhh, ich liiieeebe Uniformen!"). Heterosexuelle Friseure werden in ein Umerziehungslager gesteckt. B?rgerliche Restbest?nde m?ssen abends eine Selbstkritik verfassen und diese morgens ins Internet einstellen.

Dann wird ein neuer Duden eingef?hrt. Achtzig Prozent des Wortschatzes wird getilgt. Er ist entweder diskriminierend, regierungsnegativ oder volksverhetzerisch. Damit keine Missverst?ndnisse entstehen: Falsches darf getilgt werden.

Aber wer z?chtet denn die falschen Blumen?

1.2.05 17:29


1 Februar 2005, Berlin


GEDANKEN DER GIGANTEN

Arbeitgeberpr?sident Hundt gab heute morgen eine Pressekonferenz zur Lage am deutschen Arbeitsmarkt. Angesichts der monstr?sen Zahl von f?nf Millionen schlug der gute Mann vor, die Lohnnebenkosten (h?rt, h?rt!) zu senken. Ein bahnbrechender Vorschlag, den wir sooooo noch nie h?rten.

Hundt wurde gar konkret: man solle bittesch?n ein Prozent des Arbeitslosenversicherungsbeitrags der Arbeitnehmer senken. Ein Prozent. Ein Prozent. Ein Prozent. Ein Prozent. Ein Prozent. Ein Prozent.

Ja, machen wir, Herr Hundt .....
1.2.05 17:50


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