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GEDANKE

Es klingt banal: je schneller die Jahre vergehen, desto inniger setzt sich bei mir die Erkenntnis fest, dass dieses Leben lediglich ein Vorspiel ist. Alles Oberfl?chliche nimmt an Fahrt auf, denn es wird doch vom Substanziellen erbarmungslos gejagt.
1.9.05 01:51


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AM GRÜNEN WESEN SOLL DIE WELT GENESEN

Eine wirklich umw?lzende Umpr?gung dauert, in historischen Zeitl?uften berechnet, gut und gerne ein ganzes Jahrhundert - Informationstechnologie hin oder her. Da bei?t die Maus kein? Faden ab. Wenn wir heute auf politische Parolen und Grundeinstellungen in diesem Lande zur?ck blicken, so finden wir uns ziemlich rasch in einem grotesken Krematorium wieder, das auch vor Luftgr?bern und Mundbestattungen nicht zur?ck schreckt.

Da gibt es die Deutsche Einheit mal als Version des "Blut und Eisen", und mal als "In Frieden und Freiheit". Dann gibt es "Die Wacht am Rhein" und das lieb?Vaterland, dass ganz ruhig (im Sinne von beruhigt) sein kann, und so weiter und so fort. Doch eine besonders peinsame Begegnung mit hausgemachten Parolen erf?hrt man, wenn man sich Spr?che des bl?henden Wilhelmismus zu Gem?te f?hrt. Das deutsche Wesen, an dem die Welt genesen soll, ist so ziemlich das Best?rzendste, was sich in unserem Land neuzeitlich so zugetragen hat. Und das Beste kommt jetzt: von dieser Parole ist man nie wirklich abger?ckt - sie unserem Volkscharakter immanent. Horror vaccui, denn die Renaissance dieses Evergreens ist eine garantierte Sache. Im Moment wird sie recht eindeutig linksgr?n gestrickt. Die Gr?nen selbst, als Nachfolger der deutschen politischen Irredenta, die sich stets und immer aufs Neue aus der deutschen Romantik speist, wie die Quelle aus den Tiefen unbekannter Str?me weit unter unseren F??en, diese Gr?nen haben es fertig gebracht, dem deutschen Medienkonsumenten vorzugaukeln, dass die ganze Welt so denkt wie "wir". Also: ?berall auf der Welt sind die Themen Umwelt und Klimakatastrophe Priorit?t Nummer Eins, ?berall auf der Welt gr?belt man dar?ber nach, wo das n?chste Dutzend Windkraftr?der die Weltgeschichte verschandelt, und wie man die Bev?lkerung dazu bringt, wie Vollidioten mit Dutzenden von Getr?nkedosen in der Gegend umher zu irren, um in drei verschiedenen Superm?rkten Geld daf?r einzusammeln.

Wie verr?ckt dies alles ist, macht erst, und zwar auf brutale Weise, der Blick von Au?en auf das verschrobene gr?ne Altersheim deutlich. Am gr?nen Wesen soll die Welt genesen: das ist unzweifelhaft die Grundeinstellung solcher Kosmopoliten wie Claudia Roth, Krista Sager oder Karin G?ring-Eckardt aus Th?ringen. Selbst der viel gereiste Joseph Fischer treibt sich, wenn er in New York ist und dort die UN besucht, nur in Nurd-Ecken herum, mithin bei Leuten, denen man in den USA noch nicht einmal mehr eine Lebensversicherungspolice anbietet, da sie so aussehen, als w?rden sie jeden Augenblick von der Brooklyn-Bridge springen - aus Sorge um das von den USA nicht unterzeichnete "Kyoto-Protokoll". Herr Trittin jedenfalls macht sich noch nicht einmal mehr diese M?he. Er ist en Paradebeispiel f?r den Wilhelm-Gr?nen, der rasselnd durch die Welt f?hrt und die allerkl?gsten Weisheiten absondert - alles selbstverst?ndlich nur unter einem Aspekt: wer so ist wie ich, macht alles richtig. Der Rest handelt falsch.

Man darf gespannt sein, wie sich auch hier irgendwann einmal, in etwa zwanzig bis f?nfzig Jahren, die alte M?nze in der Ewigen M?nze eine neue Pr?gung holt. Was darf?s denn heute sein? Bisschen braune So?e mit viel gr?ner Petersilie dr?ber?
1.9.05 02:44


ROTGRÜNE BORDERLINE

Mit einigem Sarkasmus begoss der scheidende Kanzler gestern den ins CDU Kompetenzteam hinein geschubsten Professor Kirchof. Er w?nsche Frau Merkel, die ja bekannterma?en nicht viel von wirtschaftlichen Zusammenh?ngen verstehe, einen kundigen Berater, so klang es in den leisen T?nen.

Das sagt ein Mann, dessen Redemanuskript eigentlich in Feuer aufgehen m?sste bei einem solchen Satz. Als er und die Seinen vor sechs Jahren mit Einf?hrung der ?kosteuer das bislang wirtschaftlich tragischste Kapitel deutscher Dummheitsgeschichte ins Werk setzte, konnte er das allen noch als "sozial?kologisch vertr?glich und sinnvoll" verkaufen. Schon damals wusste kein Mensch, was eigentlich mit diesem unsinnigen Wort-Golem gemeint war. Doch was in Deutschland erst mal flott klingt, hat gute Chancen, im debilen Medienrotlicht-Milieu multiplikatorisch aufgenommen zu werden.

Die Rentenkasse sollte entlastet werden mit der ?kosteuer. Redet man heute mit Arbeitnehmern, und zwar nicht per Selbstgespr?ch, dann erf?hrt man ?berall: lieber zweiundzwanzig Prozent Rentenbeitrag als die Freiheitseinschr?nkungen, die uns nun die b?sartige Verteuerung der Mobilit?t gebracht hat.

Fakt ist, und das kann kein L?gner erfolgreich in Abrede stellen, dass die ?kosteuer die Teuerungslawine an den Tankstellen losgetreten hat - kein Zweifel, dass dies so war. Als die Gr?nen neunzehnhundertachtundneunzig ihre Forderung nach f?nf Mark pro Liter Normalbenzin klammheimlich aus ihrem Wahlprogramm radierten, war doch eines klar: als echte ?kostalinisten werden sie versuchen, ihre bev?lkerungsfeindliche Politik durch die Hintert?r trotzdem einzuf?hren - mit Erfolg, die H?lfte von f?nf Mark ist ja geschafft.

Sachverstand? Diese Regierung hat die Mobilit?t im Lande derart verteuert, dass sich jetzt schon Halbtagsbesch?ftigte ?berlegen, ihren Job an den Nagel zu h?ngen, da die Autofahrten zur Arbeitsst?tte den ohnehin kargen Nettolohn endg?ltig zur Travestie degradieren. Wirtschaftlicher Sachverstand? Ja, nach rotgr?nem Muster. Wer sein Leben lang auf dem R?cksitz einer steuergeldgesponserten Limousine verbringt, und in diesen Zeiten den Arbeitnehmern empfiehlt, das Auto einmal stehen zu lassen, ist medizinisch behandlungsbed?rftig.
1.9.05 10:58


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