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WAS WISSEN WIR ÜBER DIE TOTEN?

Nicht mehr, als dass sie tot sind. Ein gro?es Geheimnis, und wir lenken uns von dessen Unl?sbarkeit mit viel L?rm um nichts ab.
1.11.05 02:15


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SCHRÖDER UND MÜNTEFERING: SIEGFRIED UND ROY IM RUHESTAND

Es war einmal... und in der Berliner Republik geht es dann sehr schnell. Bitte: ohne neunmalkluges Ich-wusste-es-Geplapper, aber was geschehen ist, musste doch so kommen. Die beiden sozialdemokratischen Illusionsk?nstler schafften es sieben Jahre lang, etwas vor der deutschen ?ffentlichkeit zu verstecken, auf das diese eigentlich ein Recht hat, es zu kennen: die SPD.

Dass schon Schr?der kein Sozialdemokrat war, damit fanden sich die Genossen einstweilen ab. Als der Wind sch?rfer blies, forderten sie von ihm den Parteivorsitz zur?ck, doch sie erhielten statt dessen Franz M?ntefering. Er war und ist ein Schr?der-Sozi, einer, der es in atemberaubend kurzer Zeit zum Kanzler-Intimus, zum Parteivorsitzenden, schlie?lich zum Vizekanzler brachte. Die Partei allerdings lie? er genau so rasch hinter sich, wie es einst Schr?der tat. Nun sind beide Figuren einer definitiv vergangenen ?ra. Es war klar: ging der eine, musste der andere ihm folgen.

M?ntefering war f?r die Partei, ihre Regierungsmacht und dann f?r den scheidenden Kanzler selbst lange Zeit der Joker, der Cagliostro, der aus Blumenerde Gold machte. Doch am Ende wurde aus dem Alchimisten ein Rohrkrepierer. Er war es, der dem Kanzler den Neuwahlen-Coup einredete, er war es, der die Schr?dereske des "Ich bin und bleibe Kanzler, egal was kommt" am Wahlabend des achtzehnten September zumindest wohlwollend co-inszenierte, und schlie?lich war er es, der dann einer Kanzlerin Merkel ?berraschend schnell den Gehsteig fegte. ?ber Konsultationen mit der Basis zu diesem Thema konnte nichts bekannt werden, da es sie nicht gab. Basta.

Was zuviel ist, ist zuviel. An der Basis kam der Parteichef schon l?nger nicht mehr gut an. Schnell begriffen die Genossen dort und in Berlin, dass hier der Schr?derismus weiter fr?hliche Urst?nd feierte - ohne Schr?der allerdings, und ohne Regierungsmacht. Das war nicht mehr l?nger einzusehen.

Die SPD richtet sich nun wieder auf die achtziger Jahre ein: von da aus, und in der Opposition, ist das ihr heilige Sozialstaats-Museum besser zu betrachten, als von den schroffen Klippen des Einundzwanzigsten Jahrhunderts. Nur: ist der SPD-Linken eigentlich klar, dass eine Partei namens Linkspartei in betr?chtlicher St?rke ihr zuk?nftiger Banknachbar sein wird?

Wo liegt nun die Zukunft der SPD? Immer noch dort, wo CDU und CSU versagen. Dass diese Parteien, samt ihrem Personal, Deutschlands Zukunft eben nicht sind, ist den allermeisten im lande klar. Doch was hilft?s, wenn der politische Gegner singend in die andere Richtung l?uft?
1.11.05 03:08


DER KINI SPINNT: DOKTOR VON GUDDEN, BITTE AN DEN SEE KOMMEN, DOKTOR VON GUDDEN, BITTE!

Bayern hat eine interessante Herrscher-Genealogie. Sie ist wei?gott nicht frei von Verr?cktheiten und: Verr?ckten. Das macht sie f?r viele so anziehend.

Mit Edmund Stoiber setzt sich diese Tradition fort. Wirr und unentschlossen wirkt er, sagt heute dies und morgen ist er da schon wieder schwankend, bis er letzten Endes alles wieder abbl?st. Er geistert, wie einst Ludwig Zwo in seinen Schl?ssern, zwischen M?nchen und Berlin umher; er soll mal dort, dann wieder da gesehen worden sein. Mal packt er alle Koffer, um in Preu?ens Misswirtschaft nach dem rechten zu sehen, dann packt er sie eilig wieder aus, legt sich ins Bett, und tut so, als sei er nie daraus aufgestanden, um eine Reise anzutreten.

Er bestellt Nachfolger zum Vorsingen zu sich, gibt guten Ratschlag f?r die Zeiten ohne ihn, und am n?chsten Morgen ist wieder alles Makulatur.

Wir merken, liebe Leser: die Minister und Gutachter, die den damals f?r verr?ckt gehaltenen K?nig Ludwig wegen weit geringerer Anzeichen des Irrsinns einsperrten und schlie?lich, naja, man wei? es nicht genau, in den See trieben (?), h?tten heute in obersten bayerischen Etagen wieder eine Menge zu tun.

Also: wo ist denn Doktor von Gudden jetzt?
1.11.05 12:58


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